Tag des Friedens

Zeitreise-Bericht der Klasse 10c am Gymnasium “J. G. Herder” Merseburg vom 8. bis 9. Juli 2021

Deutschland im Jahr 2040:

Vor gar nicht allzu langer Zeit versank die Erde im Chaos: Ein riesiger Krieg zwischen den Schichten war ausgebrochen und erfasste die gesamte Welt.

In diesem Moment kamen die Aliens namens Aramsamsa auf die Erde. Sie haben den Krieg beendet und mit den dankbaren Menschen ein Abkommen geschlossen. Die Aliens haben die Politik auf der Erde übernommen und für eine absolute Gleichheit unter den Menschen gesorgt.

Es gibt nur noch eine einzige Partei, die Aramsamsam-Partei der Aliens. Sie hat eine 100%ige Zustimmung. Die Menschen haben alle die gleichen Rechte, den gleichen Bildungszugang und allgemein die gleichen Chancen.

Außerdem kümmern sich die Aliens sehr um den Umwelt- und Klimaschutz, da sie gute Bedingungen für den Anbau wichtiger Ressourcen brauchen. Diese lassen sie von den Menschen anbauen und ernten.

Somit arbeiten die Menschen für die Aliens, sind aber mit diesem Arrangement sehr zufrieden.



Eine Szene, die sich im Jahre 2040 zugetragen hat…

1. Akt: Auf der Farm

 Handelnde Personen:  

  • Anne – Arbeiterin  
  • Bertha – Arbeiterin  
  • Robbi – Roboter  
  • Xaver – Alien  

Anne und Bertha ernten die für die Aliens so wichtigen Pflanzen. Dabei quatschen sie und werden wiederholt vom Roboter ermahnt, weiterzuarbeiten.

Robbi: Arbeiten!

Anne (zu Robbi): Jaja. (zu Bertha:) Aber hast du schon gehört, der Mann meiner Kusine ist letzte Woche…

Bertha (unterbricht Anne): Achtung, ein Alien kommt.

Xaver der Alien kommt näher und spricht die beiden an.

Xaver: Guten Tag, Erdlinge! Da heute der Tag des Friedens ist, möchte ich euch einige Fragen stellen. Es geht darum, wie es euch geht, wie zufrieden ihr mit unserer Partei seid. Wir wissen zwar, dass wir gute Politik machen, möchten das aber von euch hören.

Anne und Bertha schauen sich mit großen Augen an.

Xaver: Also, wie zufrieden seid ihr mit eurer Arbeit? Braucht ihr mehr Pausen oder so?

Anne: Ja, also eine Pause mehr am Tag wäre schon nett. Und das Essensangebot… vielleicht mal Pizza oder so etwas? Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden.

Xaver: Das freut uns zu hören. (wendet sich an Bertha:) Und wie geht es Ihnen?

Bertha: Ich bin derselben Meinung!

Xaver: Gut, wir werden der Partei natürlich sofort Ihre Rückmeldung weiterleiten. Ich muss nun noch zu ein paar weiteren Plantagen und zu einer Schule. Haben Sie noch einen schönen Tag. Feiern Sie den heutigen wunderbaren Tag des Friedens mit ihrer Familie. Guten Tag!

Xaver geht davon.

Robbi: Arbeiten!

Anne (zu Robbi): Jaja…

Die beiden machen sich wieder an die Arbeit und quatschen weiter.


2. Akt: Zuhause

 Handelnde Personen:  

  • Frau Robba – Lehrerin  
  • Xaver – Alien  
  • Schüler und Schülerinnen  

Als die ganze Klasse auf ihren Plätzen sitzt, schaltet sich der Lehrroboter Frau Robba ein.

Frau Robba: Guten Morgen, liebe Schüler. Wie ihr alle wisst, ist heute der Tag des Friedens. Deshalb haben wir ein kleines Projekt vorbereitet. Ich darf euch den Alien Xaver vorstellen, er kommt aus dem öffentlichen Parlament und vertritt die Partei Aramsamsam.

Xaver: Guten Tag, liebe kleine Erdlinge. Heute möchte ich euch erzählen, wie es überhaupt dazu kam, dass ihr heute unter unserer schönen Herrschaft leben dürft. Vor 20 Jahren haben wir, auf der Suche nach neuen Ressourcen, andere Planeten besucht. Eure Erde war kurz vor dem Abgrund. Es gab einen schrecklichen Krieg zwischen Arm und Reich. Übrigens, falls ihr es noch nicht wisst: „Arm“ heißen Leute, die wenig Geld haben, „Reich“ diejenigen mit viel Geld.

Klasse (erstaunt): Ohhhh.

Xaver: Heutzutage ist das ja nicht mehr so. Naja, auf jeden Fall haben wir dann für Frieden auf der Erde gesorgt und einen Pakt mit allen Menschen geschlossen. Seitdem lebt und arbeitet ihr unter unserer Herrschaft – in Frieden. Wir helfen euch dabei, eure Umwelt wieder grüner und euer Klima wieder lebbarer zu machen. Wir verhindern zu große Unterschiede zwischen den Menschen, damit es nicht wieder zu den Konflikten von früher kommt. Gleicher Lohn, gleiche Lebensbedingungen. Unter diesen Umständen dürft ihr heute aufwachsen. Habt ihr noch Fragen?

Die Klasse schweigt.

Xaver: Das freut mich. Ich muss leider noch weiter zu anderen Plantagen. Auf Wiedersehen!

Xaver verlässt das Klassenzimmer.

Frau Robba: Wunderschön. Ich gebe jetzt Arbeitsblätter aus, die bearbeitet ihr bitte bis zum Ende der Stunde. Bei Fragen meldet euch.

Die Klasse murrt und macht sich an die Arbeit.


3. Akt: In der Küche

 Handelnde Personen:  

  • Emma – Mutter  
  • Else – Oma  
  • Fred – Kind  
  • Ferdi – Kind  

Mutter Emma ruft zum Essen, Oma Else und die Kinder Fred und Ferdi setzen sich an den Tisch.

Mutter: Hier ist das Essen, meine Lieben. Heute ist der Tag des Friedens. Deshalb essen wir heute was Schönes. Kinder, könnt ihr vom Dach noch etwas Petersilie holen?

Kinder: Ja! (gehen ab)

Oma Else: Also damals, zu meiner Zeit, gab es so etwas noch nicht. Einfach Gemüse vom Dach holen!

Mutter Emma: Ja, Mama, damals hattet ihr euren Garten noch nicht auf dem Dach, ich weiß.

Oma Else: Und damals gab es in den Schulen noch Lehrer! Echte Menschen! Nicht solche Roboter!

Mutter Emma: Ja, Mama…

Die Kinder kommen wieder und bringen Petersilie mit.

Mutter Emma: Kinder, wie war es denn heute in der Schule?

Fred: Toll! Heute war ein Alien da! Der war richtig orange, das konnte ich mir gar nicht richtig vorstellen vorher.

Mutter Emma: Und, was habt ihr so schönes gemacht?

Ferdi: Er hat uns von früher, vom großen Krieg erzählt. Und davon, wie er damals zur Erde gekommen ist. Es war voll interessant.

Oma Else: Damals gab es noch keine Aliens.

Mutter Emma: Dafür aber Krieg!

Fred: Das kann ich mir gar nicht vorstellen, wie Krieg funktionieren soll. Dass Menschen sich gegenseitig umbringen, das ist doch bescheuert!

Mutter Emma: Da hast du recht.

Ferdi: Was wäre nur, wenn die Aliens nicht gekommen wären?

Oma Else: Dann wären wir alle tot!

Mutter Emma: Ach Mama, nicht am Essenstisch. Jetzt esst! Es gibt auch Nachtisch!

Die Familie beginnt das Abendessen und redet nicht mehr über Politik.